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Die schöne Helena, nach Wilhelm Tischbein

Object type:Gemälde
extended object type:Bildnis
Artist:
Braren, Oluf
Place of creation:Kreis Nordfriesland
Alkersum / Föhr
Date:1. Drittel 19. Jahrhundert
Material:Pappe
Technique:Aquarell
Style:Klassizismus
Oluf Braren lebte und arbeitete als Lehrer auf den Inseln Sylt und Föhr - ein Autodidakt in seinem Beruf, war und blieb er auch ein Autodidakt in seiner Malerei. Nachweisbar ist aber, dass es in seinem Künstlerleben eine entscheidende Wende gab - Ernst Schlee schreibt darüber in seiner Monografie "Der Maler Oluf Braren" (siehe Literaturhinweise):
".. Ing Peter Matzen, mit der Oluf Braren durch ein Liebesverhältnis verbunden war, hatte einen Bruder, Peter Nahmen Matthiesen (1799-1870). Mit ihm war Braren befreundet. Auch er wird Brarens Schüler in der Utersumer Schule gewesen sein. Die enge Beziehung zu Matthiesen gewann für Brarens Malerei ausschlagebende Bedeutung, denn sie brachte die Verbindung zu Tischbein.
Mit "Tischbein" ist Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) gemeint, der "Goethe-Tischbein" genannt zur Unterscheidung von den vielen mit ihm verwandten Malern; auch einfach als Wilhelm Tischbein wird er zitiert. ..".
Tischbein hatte 1808 in Eutin, wo er seit seiner Berufung zum Hofmaler von Herzog Peter von Oldenburg lebte, eine Mal- und Zeichenschule eröffnet.
Matthiesen war wohl einer der letzten Schüler Tischbeins in Eutin - und über ihn wurde Oluf Braren,als er seinen Freund dort besuchte, stark von Tischbeins Malerei und Kunstauffassung beeinflußt.

Zwei der Hauptwerke des Malers Braren sind bei einem Brand in Altonaer Museum in Hamburg vernichtet worden - darunter die "Haustrauung auf Föhr".

Das im Schloß vor Husum ausgestellte Gemälde "Die schöne Helena" ist nach einer Vorlage eines Gemäldes von Wilhelm Tischbein entstanden. Ein Gegenstück - "Agamemnon" - findet sich in der Sammlung des Flensburger Museums.

Oluf Braren und seine Ehefrau Meete, die am 15.8.1783 starb, sind auf dem Friedhof der Kirche St.Laurentii auf der Insel Föhr beigesetzt. Der Grabstein ist noch heute zu sehen - ihn ziert neben den Todesdaten der beigesetzten Eheleute die Gewißheit:

"Nur der Erdenleib wird Erde. Sein Bewohner bleibt."

Literature:
  • Diverse Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Periodica und weniger umfangreiche Kataloge und Faltblätter
  • Schlee, Ernst: Ausstellung Oluf Braren (1787-1839). Ausstellungen München, Hamburg, Flensburg, Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co.KG 1977
  • Oluf Braren 1787-1839, Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co.KG 1977
  • Feddersen, Berend Harke: Schleswig-Holsteinisches Künstler-Lexikon, Bredstedt: Nordfriisk Instituut 1984
  • Schlee, Ernst: Der Maler Oluf Braren 1787-1839, Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co.KG 1986
  • Bordel, Reinhard: Der Föhringer Maler Oluf Braren, Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co.KG 1987

Inventory Number: B 957

Signature: unsigniert

Photographer: Ehlert, Sönke

Image rights: Museumsverbund Nordfriesland


Iconographie:     Klassische Mythologie / Antike Geschichte     Geschichte von Helena