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August von Kotzebue.

Objektbezeichnung:Grafik
erweiterte Objektbezeichnung:Porträt
Sachgruppe:Zeichnung / Grafik
Künstler:Wolf
Datierung:19. Jahrhundert
Maße:H: 18.3 cm, B: 11.2 cm
Material:Karton
Porträt von August Friedrich von Kotzebue (Weimar 1761 - Mannheim 1819), deutscher Schriftsteller. Nach dem Jurastudium in Jena und Duisburg ging er nach Petersburg und Estland, wo er hohe Ämter bekleidete, gleichzeitig leitete er in Reval ein Liebhabertheater. Nach Zwischenstationen in Deutschland, Frankreich und Österreich ging er wieder nach Russland, wo er unter dem Verdacht, ein Jakobiner zu sein, verhaftet und nach Sibirien verbannt wurde. Nach vier Monaten wurde er jedoch begnadigt und zum Direktor der Deutschen Hofschauspiels in Petersburg ernannt. Nach der Ermordung des Zaren ließ sich Kotzebue in Weimar nieder und gab ab 1803 gemeinsam mit Garlieb Merkel von Berlin aus die Zeitschrift »Der Freimüthige« heraus, kündigte jedoch nach einem Streit mit Merkel schon bald seine Mitarbeit auf. Nach Napoleons Sieg 1806 floh er nach Estland, von wo er die antinapoleonischen Zeitschriften »Die Biene« und »Die Grille« herausgab. Nach der Niederlage Napoleons 1813 wurde er zum Generalkonsul in Preußen ernannt, zog nach Königsberg und übernahm die Leitung des Theaters. 1817 kehrte er nach Weimar zurück und gründete das »Litterarische Wochenblatt«, in dem er gegen die politischen Ziele der studentischen Turnerbünde und Burschenschaften, gegen Demokratie und Pressefreiheit zu Felde zog. Seine Ermordung durch den Jenaer Burschenschafter Karl Ludwig Sand gab Anlass für die Karlsbader Beschlüsse.

Inventarnummer: G729

Signatur: bezeichnet (u.l.: Wolf. sc.)

Signatur: bezeichnet (u.M.: August von Kotzebue.)

Abbildungsrechte: Theatergeschichtliche Sammlung und Hebbelsammlung