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Pulverhorn mit den vier Elementen

Objektbezeichnung:Pulverflasche
erweiterte Objektbezeichnung:Pulverhorn
Sachgruppe:Waffenzubehör/Munition (Kriegswesen/Militär)
Schnitzkunst
Datierung:4. Viertel 16. Jahrhundert
Maße:Gesamt: Länge: 34 cm (Diagonale); Breite: 13,5 cm (oben)
Material:Knochen
Eisen (Fassung, olivgrün gestrichen)
Stil:Renaissance
Sammlung:Kunsthandwerk und Design
Das reich beschnitze Pulverhorn gehört zu jenen Exponaten des Landesmuseums, die auch die verlorene Kunstkammer Herzog Friedrich III. auf Schloss Gottorf bereichert hätten. Auffallend ist die unterschiedliche Gestaltung der beiden Ansichtsseiten des Horns. Während auf einer Seite die vier Elemente geradezu erzählerisch ausgeschmückt und zum Teil beschriftet in das Horn geschnitten sind, ist die gegenüberliegende Seite des abgeflachten Pulvergefäßes durch ein dekoratives Rahmenwerk mit typischen Elementen der Renaissance in Kreis und Halbkreisformen untergliedert, die wiederum den Rahmen für antike Figuren bilden. Die Schnitzereien mit größter Sorgfalt und großem Können ausgeführt. Zur besseren Sichtbarkeit der flachen Schnitzerei sind die Vertiefungen durch schwarze Einfärbungen hervorgehoben. Die Nähe zu druckgrafischen Vorlagen, die sich auch in den Motiven nachweisen lässt, wird dadurch besonders deutlich. Im starken Kontrast zu feinen Schnitzerei stehen die aus Eisen ausgeführten recht einfachen Armierungen des Pulverhorns.

Literatur:
  • Spielmann, Heinz: Schloss Gottorf und seine Sammlungen. Neue Bilderhefte - Renaissance und Barock, Schleswig 1997. (Seite: 300)

Inventarnummer: 1935-819
alte Inventarnummer: 1935/819

Fotograf: C. Dannenberg

Abbildungsrechte: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf


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