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Geschicklichkeitsspiel

Objektbezeichnung:Geschicklichkeitsspiel
erweiterte Objektbezeichnung:Zauberwürfel
Hersteller:Ideal Toy Corporation
Ort:USA
Datierung:1980
Maße:H: 5,7 cm, B: 5,7 cm, L: 5,7 cm
Material:Kunststoff
Beim Zauberwürfel handelt es sich um ein würfelförmiges, mechanisches Geduldsspiel, das aus insgesamt 26 Elementen besteht. Der Würfel ist in Höhe, Breite und Tiefe in drei Ebenen unterteilt und die sich jeweils um 90 Grad drehen lassen. Die nach außen sichtbaren 54 Flächen sind mit kleinen rechteckigen Aufklebern in den Farben orange, weiß, blau, grün, gelb und rot versehen. In der Ausgangsstellung sind die Flächen auf jeder der sechs Seiten einer dieser Farben zugeordnet. Zu Beginn eines neuen Spiels werden zunächst die Seiten zufällig verdreht um alsdann zu versuchen, mittels logischer Überlegungen die Ausgangsstellung wiederherzustellen. Der Würfel befindet sich in der zylinderförmigen Originalverpackung, welche aus einer schwarzen Kunststoffgrundplatte und einer darüber gestülpten Plexiglashaube besteht. Der Zauberwürfel, auch Rubik's Cube genannt, wurde vom ungarischen Bauingenieur und Architekten Ernö Rubik entwickelt und 1975 patentiert. 1979 wurde er in großem Umfange auf den Markt gebracht und entwickelte sich in den nächsten beiden Jahren zu einem regelrechten Verkaufsschlager. Der Preis „Spiel des Jahres“ in der Sonderkategorie „Bestes Solitärspiel“, der dem Würfel 1980 verliehen wurde spiegelt diese Begeisterung wieder und ist bisher ohne Nachfolger geblieben. Der Erfolg des Zauberwürfels währte jedoch nicht lange: Auch weil der Markt durch diverse andere Gedulds- und Knobelspiele sowie eine Reihe qualitativ schlechterer Zauberwürfel-Epigonen überflutet wurde brach der Verkauf 1981 ein. Um den Markt wieder neu zu beleben, schob man deshalb schwierigere Varianten des Zauberwürfels nach, die entweder schlicht aus mehr Ebenen bestanden, wie z.B. der aus 4x4x4 Steinen bestehende Würfel „Rubik's Rache“ oder die sich anderer räumlich-geometrischer Figuren bedienten. Dennoch konnten die Zahlen des kurzen Verkaufsbooms nie wieder auch nur annähernd erreicht werden.

Inventarnummer: 2006VK371

Abbildungsrechte: Freilichtmuseum Molfsee - Landesmuseum für Volkskunde