Benutzerkonto erstellen
Deutsch
Name des Museums
Titel des Bildes
Zur letzten Objektsuche Zum Album hinzufügen

Onnen Visser der Schmugglersohn von Norderney

Objektbezeichnung:Literatur
erweiterte Objektbezeichnung:Roman
Sachgruppe:Schriftgut
Freizeit / Unterhaltung (Schriftgut)
Hersteller:Velhagen & Klasing
Künstler:Wörishöffer, Sophie
Künstler:
Johannes, Gehrts
Ort:Bielefeld
Leipzig
Datierung:1899
Maße:H: 22 cm, B: 16 cm, T: 3,5 cm
Material:Pappe
Papier
Leinen
Technik:Druckverfahren
Sophie Friederike Luise Wörishöffer ( 1838-1890)

Sophie Wörishöffer wurde am 6.10.1838 in Pinneberg geboren. Sie war die älteste Tochter neben Berta (geb. 1847) und Jacob (gest. 1860). Ihr Vater war Rechtsanwalt im Untergericht in Pinneberg, ihre Mutter aus altem schleswig-holsteinischem Adel, Clara Antoinette Ulrike Wulfhilde Freiin von Liliencron. Die Familie wohnte am Damm 29/31, das Haus wurde 1959 abgerissen.

Sophie Wörishöffer wurde evangelisch lutherisch erzogen und nach dem frühen Tod des Vaters 1851, sie war erst 13 Jahre alt, sah sich die Familie 1857 schließlich genötigt, aus finanziellen Gründen nach Altona umzuziehen. Dort wohnten sie zunächst in der Kleinen Gärtnerstr. 47, später dann zogen sie in die Wilhelmstr. 43 und wohnten dort zur Miete bei dem Architekten Albert Fischer Wörishöffer (geb. 1829 Christiania).

Hier in Altona begann Sophie Wörishöffer zu schreiben und veröffentliche in den Zeitschriften REFORM und DAHEIM. Ihr Debütwerk ?Aus den Erfahrungen einer Hausfrau. Ein Weihnachtsgeschenkt für Deutschlands Bräute? erschien in der REFORM, sie erhielt ein Honorar von 20 Mark.

Später wurden auch in dem Blatt DAHEIM, das im Verlag Velhagen & Klasing erschien, Werke abgedruckt. Sophie Wörishöffer schrieb zunächst unter den Pseudonymen S. von der Horst und W. Höffer, später dann unter S. Wörishöffer. Dem Leserpublikum sollte so verborgen bleiben, dass eine Frau die Autorin dieser Schriften war. Sophie Wörishöffer gehörte im 19. Jahrhundert neben Karl May zu den meist gelesenen Autoren.

1866 heiratete Sophie Wörishöffer ihren Vermieter und gebar 1869 den gemeinsamen Sohn Philipp, der bereits mit 1 ½ Jahren starb. Ihr Ehemann blieb beruflich erfolglos und verfiel dem Alkohol, wurde lungenkrank und starb 1870.

1871 kam ihr unehelicher Sohn Hugo Nicolaus Clarus Andresen-Wörishöffer zur Welt. Sie ernährte sich und ihren Sohn durch Romane, die den Zeitgeschmack des Lesers trafen. Ab 1880 erschien fast jedes Jahr ein neuer Abenteuerroman von ihr im Verlag Velhagen & Klasing zum Preis von 9 Mark.

Sophie Wörishöffer verstarb im Alter von nur 52 Jahren am 8.11.1890 in Altona.

(Vgl.: Tuxhorn, Karin; Mit Sophie Wörishöffer ins Abenteuerland, Hamburg 2008, S.10ff)

Literatur:
  • Tuxhorn, Dr. Karin: Mit Sophie Wörishöffer ins Abenteuerland. Vertraute Heimat, eigenartige landschaften, unbekannte Ethnien und Kulturen, Hamburg: Dr. Kova? 2008

Inventarnummer: 2018-4-1

Fotograf: Redlich, Gisela

Abbildungsrechte: Pinneberg Museum