Objektbetegnelse:
Löffel
udvidet objektbetegnelse:
Löffel
Datering:
3. Drittel 19. Jahrhundert
Mål:
Gesamt: Länge: 22,6 cm; Gewicht: 45 g
Materiale:
Silber
Emnegruppe:
Handwerk
Essbesteck
Goldschmied/Silberschmied
Person:
Leverende institution:
Industriemuseum Elmshorn
Meisterzeichen: I.D. Lüdemann
Gravur Unterseite: "C. Mehs u. M. Glosmann 1876", punktiert.
Ein schlichter Silberlöffel mit spitz zulaufender Löffelschale und abgeflachtem Griff, das Griffende gerade mit abgerundeten Ecken. Auf der Griffunterseite die einpunktierte Angabe "C.Mehs u. M.Glesmann 1876". Hergestellt von Johann Hinrich Lüdemann, der aus einer Elmshorner Goldschmiedfamilie stammt.
Bemerkung:
Passend zu 1990-118, ähnlich wie 1990-121 und 1990-122
Bezug:
Seine Blütezeit hatte das Gold- und Silberschmiedehandwerk in Elmshorn von 1730 bis 1850. In dieser Zeit gab es allein in der Stadt 40 Meister und in der Region Wilster- und Krempermarsch insgesamt 208 Meister. 1736 erhielt Elmshorn von der Regierung die Rechte eines zunftberechtigten Fleckens. Die vorher nur als Landhandwerker zugelassenen Handwerker hatten nun das Recht, Lehrlinge auszubilden und ihre Waren auf den Märkten anzubieten. Elmshorn wurde dadurch zu einer attraktiven Niederlassung für Gold- und Silberschmiede, von denen viele ihre Werkstätten in der alten Niederländerstraße, dem heutigen Flamweg hatten. Die Gold- und Silberstücke lassen sich durch das auf der Rückseite eingeschlagene Meisterzeichen identifizieren, das sich aus den Anfangsbuchstaben des Namens zusammensetzt. Das Beschauzeichen fehlt jedoch in den meisten Fällen. Üblicherweise wurde es nach Prüfung des Silbergehaltes und der Form von dem Ältermann der Zunft eingeschlagen. Die Gold- und Silberarbeiten weisen teilweise niederländische Einflüsse auf, da sich über Jahrhunderte immer wieder Siedler in den Marschgebieten niedergelassen hatten. Dies zeigt sich in der Verwendung der Materialien Gold, Silber und Emaille und bei der Verarbeitung z.B. von Geflechten feinster Edelmetalldrähte (Filigranarbeiten). Besonders die freien Bauern der Westküste konnten sich die wertvollen Gold- und Silberarbeiten leisten und trugen sie in Form von Schmuck oder Accessoires an der Kleidung zur Schau. In seinem Reisebericht (um 1780) schreibt der Kieler Professor Tetens über eine Hochzeit in der Wilstermarsch, er habe „nirgends soviel silberne Knöpfe auf den Mannskleidern, noch soviel silberne Kennen und mit Gold besetzte Gürtel bei den Frauenzimmern auf einem Haufen beysammen gesehen“. Neben Schmuckstücken und Accessoires spielte auch die Fertigung von Gebrauchssilber aller Art eine wichtige Rolle.
Gravur Unterseite: "C. Mehs u. M. Glosmann 1876", punktiert.
Ein schlichter Silberlöffel mit spitz zulaufender Löffelschale und abgeflachtem Griff, das Griffende gerade mit abgerundeten Ecken. Auf der Griffunterseite die einpunktierte Angabe "C.Mehs u. M.Glesmann 1876". Hergestellt von Johann Hinrich Lüdemann, der aus einer Elmshorner Goldschmiedfamilie stammt.
Bemerkung:
Passend zu 1990-118, ähnlich wie 1990-121 und 1990-122
Bezug:
Seine Blütezeit hatte das Gold- und Silberschmiedehandwerk in Elmshorn von 1730 bis 1850. In dieser Zeit gab es allein in der Stadt 40 Meister und in der Region Wilster- und Krempermarsch insgesamt 208 Meister. 1736 erhielt Elmshorn von der Regierung die Rechte eines zunftberechtigten Fleckens. Die vorher nur als Landhandwerker zugelassenen Handwerker hatten nun das Recht, Lehrlinge auszubilden und ihre Waren auf den Märkten anzubieten. Elmshorn wurde dadurch zu einer attraktiven Niederlassung für Gold- und Silberschmiede, von denen viele ihre Werkstätten in der alten Niederländerstraße, dem heutigen Flamweg hatten. Die Gold- und Silberstücke lassen sich durch das auf der Rückseite eingeschlagene Meisterzeichen identifizieren, das sich aus den Anfangsbuchstaben des Namens zusammensetzt. Das Beschauzeichen fehlt jedoch in den meisten Fällen. Üblicherweise wurde es nach Prüfung des Silbergehaltes und der Form von dem Ältermann der Zunft eingeschlagen. Die Gold- und Silberarbeiten weisen teilweise niederländische Einflüsse auf, da sich über Jahrhunderte immer wieder Siedler in den Marschgebieten niedergelassen hatten. Dies zeigt sich in der Verwendung der Materialien Gold, Silber und Emaille und bei der Verarbeitung z.B. von Geflechten feinster Edelmetalldrähte (Filigranarbeiten). Besonders die freien Bauern der Westküste konnten sich die wertvollen Gold- und Silberarbeiten leisten und trugen sie in Form von Schmuck oder Accessoires an der Kleidung zur Schau. In seinem Reisebericht (um 1780) schreibt der Kieler Professor Tetens über eine Hochzeit in der Wilstermarsch, er habe „nirgends soviel silberne Knöpfe auf den Mannskleidern, noch soviel silberne Kennen und mit Gold besetzte Gürtel bei den Frauenzimmern auf einem Haufen beysammen gesehen“. Neben Schmuckstücken und Accessoires spielte auch die Fertigung von Gebrauchssilber aller Art eine wichtige Rolle.
Inventarnummer:
1990-0117
Signatur(en):
Meisterzeichen
Was: "I.D.Lüdeman"
Was: "I.D.Lüdeman"
Wo: Unterseite
Was: "C.Mehs u. M.Glesmann 1876"
Added to portal:
2026-01-30T16:15:37Z
Objekter af den samme person (8):
Lignende materiale (1150):
Kvalitet gennem din feedback
Kære brugere,
Hvis du opdager fejl i datasættene (f.eks. stavefejl, ombyttede tal osv.) eller oplever problemer med visningen af dokumenterne, så tøv ikke med at give os besked. Du kan nemt bruge den vedhæftede kontaktformular til at kontakte museet direkte. Dine data overføres sikkert via et SSL-certifikat. Hvis du har yderligere spørgsmål om databeskyttelse, kan du klikke her: Oplysninger om databeskyttelse
Hvis du opdager fejl i datasættene (f.eks. stavefejl, ombyttede tal osv.) eller oplever problemer med visningen af dokumenterne, så tøv ikke med at give os besked. Du kan nemt bruge den vedhæftede kontaktformular til at kontakte museet direkte. Dine data overføres sikkert via et SSL-certifikat. Hvis du har yderligere spørgsmål om databeskyttelse, kan du klikke her: Oplysninger om databeskyttelse