Zum Hauptinhalt
Hinweis: Um die korrekte Darstellung der Seite zu erhalten, müssen Sie beim Drucken die Hintergrundgrafiken erlauben.
Tilbage til oversigten

Tanegashima, japanisches Luntenschlossgewehr,

Industriemuseum Elmshorn CC BY-SA 4.0
Slider Bild - CC BY-SA 4.0
Slider Bild - CC BY-SA 4.0
Slider Bild - CC BY-SA 4.0
1/3
Objektbetegnelse:
Gewehr
udvidet objektbetegnelse:
japanisches Luntenschlossgewehr
Datering:
2. Hälfte 18. Jahrhundert
Mål:
Werk: Länge: 129,5 cm; Breite: 5,3 cm; Gewicht: 4000 g
Materiale:
Holz
Stahl
Messing
Kupfer
Weißbronze
Teknik:
graviert
Emnegruppe:
Handfeuerwaffen
Leverende institution:
Industriemuseum Elmshorn
Tanegashima, japanisches Luntenschlossgewehr, voll geschäftet mit oktogonalem Lauf, Kimme und Mündungswulst mit Korn. Die Laufoberseite ist dekoriert mit einem sich schlängelnden Drachen und Wolken in Nunome-Zogan aus Weißbronze und Messing. Messing-Luntenschloss mit außen liegender Feder, die Pfanne mit Messingdeckel enthält noch Schwarzpulverreste. Holzschaft mit gravierten Messing- , Weißbronze- und Kupferbeschlägen in Form von Blüten- Hasen-, Vogel- und Wellenmotiven. Bei diesem Vorderlader mit Luntenschloss wurde die Lunte durch die beiden Löcher im Kolben gezogen und in den vorgespannten Luntenhahn eingespannt. Zum Schiessen wurde der Messingdeckel der Pfanne zur Seite geschoben. Beim Auslösen traf dann die glühende Lunte auf die mit Schwarzpulver gefüllte Pfanne und entzündete im Laufinneren die Treibladung mit der Munition. Nässe und Feuchtigkeit konnten die Lunte und das Pulver jedoch schnell unbrauchbar machen.
1542 brachten portugiesische Seefahrer die ersten Feuerwaffen nach Japan. Die Japaner nutzten den technischen Vorteil der hohen Durchschlagkraft und entwickelten aus anfänglichen Nachbauten eigene Varianten der europäischen Feuerwaffen. Bei dem Tanegashima handelt es sich um eine Weiterentwicklung der langen Muskete. Einen kriegsentscheidenden Einsatz fanden die Feuerwaffen in der Schlacht von Nagashima (1575), in der Oda Nabugana den berittenen Samurai Takeda-Clan besiegte. In der Folgezeit des Tokugawa-Shogunats (1603-1868, auch Edo-Zeit) wurden Feuerwaffen jedoch vom höheren Samurai-Stand abgelehnt und durften aufgrund strenger Reglementierungen nur noch in geringer Stückzahl gefertigt werden. So wurden im 19. Jh. teilweise noch Gewehre des 16. Jh. verwendet.
Das im Industriemuseum Elmshorn ausgestellte Tanegashima ist daher ein seltenes Beispiel für diese kunstvoll und qualitativ sehr hochwertig gearbeiteten Gewehre.
Inventarnummer:
A-0425
Signatur(en):
unbezeichnet
Added to portal:
2026-01-30T16:15:15Z

Industriemuseum Elmshorn

Catharinenstraße 1, 25335 Elmshorn

Lignende materiale (5885):

Vis alle relaterede objekter

Lignende teknik (193):

Vis alle relaterede objekter