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Heiliger Sebastian
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
CC BY-SA 4.0
Object description:
Skulptur
Dating:
um 1700
Dimensions:
Gesamt: Höhe: 50 cm; Breite: 23,5 cm
Sockel (Standplatte): Breite: 21,2 cm; Tiefe: 14,5 cm
Sockel (Standplatte): Breite: 21,2 cm; Tiefe: 14,5 cm
Material:
Alabaster
Person:
Place of manufacture:
Flandern (Region)
Providing institution:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
Die kleinformatige Alabaster-Skulptur, ursprünglich aus dem Gut Rantzau bei Plön, wird einem niederländischen oder flämischen Bildhauer zugeschrieben, möglicherweise aus dem Umkreis des Gabriel Grupello (s.a. Inv.-Nr. 1966-306 u. 1966-307). Sie zeigt den Heiligen Sebastian, der das Martyrium unter Kaiser Diokletian erlitt. Dieser ließ ihn, als er von seinem christlichen Glauben erfuhr, an einen Baum fesseln und von numidischen Bogenschützen hinrichten. Von Pfeilen durchbohrt wurde Sebastian zurückgelassen, überlebte jedoch und wurde von der Christin Irene gesund gepflegt.
Ein Vorbild für die hier gezeigte Skulptur ist ganz offenkundig die Marmor-Statue des Heiligen von Lorenzo Bernini von 1617 (Museo Thyssen Bornemisza Madrid). Wie dort hat auch hier Sebastian sein Martyrium bereits erlitten. Er ist mit hochgezogener rechter Schulter an einen Baumstumpf gefesselt (auch dies Motiv ist von Bernini entlehnt), sein Kopf ist auf die Schulter gesunken. Der Mund ist leicht geöffnet, die Augenlider sind geschlossen, die Beine verlieren den Halt und scheinen unter dem Körper wegzugleiten. Allein der Baumstamm verhindert, dass der geschwächte Körper ganz niedersinkt. Deutlich sind im linken Brustkorb und unter dem Bauchnabel die Löcher zweier Pfeile zu erkennen, die Pfeile selbst sind verloren. Neu gegenüber Bernini ist die Figur des kleiner Putto bzw. Engels, der zu Füßen des Heiligen kniet und sein rechtes Bein stützt. Dieser Putto verweist auf den niederländisch-flämischen Einfluss.
Ein Vorbild für die hier gezeigte Skulptur ist ganz offenkundig die Marmor-Statue des Heiligen von Lorenzo Bernini von 1617 (Museo Thyssen Bornemisza Madrid). Wie dort hat auch hier Sebastian sein Martyrium bereits erlitten. Er ist mit hochgezogener rechter Schulter an einen Baumstumpf gefesselt (auch dies Motiv ist von Bernini entlehnt), sein Kopf ist auf die Schulter gesunken. Der Mund ist leicht geöffnet, die Augenlider sind geschlossen, die Beine verlieren den Halt und scheinen unter dem Körper wegzugleiten. Allein der Baumstamm verhindert, dass der geschwächte Körper ganz niedersinkt. Deutlich sind im linken Brustkorb und unter dem Bauchnabel die Löcher zweier Pfeile zu erkennen, die Pfeile selbst sind verloren. Neu gegenüber Bernini ist die Figur des kleiner Putto bzw. Engels, der zu Füßen des Heiligen kniet und sein rechtes Bein stützt. Dieser Putto verweist auf den niederländisch-flämischen Einfluss.
Inventarnummer:
1965-272
Keywords:
Sebastian
Added to portal:
2026-01-30T16:21:42Z
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