Deckeltasse aus weißem Porzellan mit farbiger Aufglasurmalerei mit Ansicht des Gymnasiums in der Hohenschulstraße. Etwas ornamentales Reliefdekor um die äußere Lippe, goldgehöht. Reiche Vergoldung und goldradieres Eichenlaubdekor.
a) Tasse in Glockenform auf schmalem Standring, ohrenförmiger Henkel. Innenwandung zu 2/3 vergoldet, außen teilweise in Goldauflage umlaufend vergoldete und radierte Eichenlaub-Ranke. Am Lippenrand der Tasse vergoldetes Rocaillen-Relief. In einem goldenen Rahmen mit Ährenmuster, eingefasst das querrechteckige Bildfeld: Frontale Ansicht einer großen Gebäudeanlage mit Mauereinfassung und geschlossenem, grünem Tor. Die Mauer trägt ein kleines Dach mit vier Figuren, eine kleine grüne Baumreihe ragt hinter der Mauer auf. Das Hauptgebäude und die symmetrisch angeordneten Seitenhäuser haben hohe rote Giebeldächer und hohe schmale Sprossenfenster. Auf der Straße vor dem Gebäude drei Herren mit Zylinderhüten bzw. mit Hut, vier Damen in Krinolinen-Kleidern. Darunter in einem weiß gelassenen Feld in schwarzer Frakturschrift "Christianeum Academicum."
b) Deckel mit plastischer vergoldeter Birne als Handhabe, umlaufend vergoldete und radierte Eichenlaub-Ranke; am Deckelrand vergoldetes Rocaillen-Relief, vergoldet. Im Deckelinnern konzentrische, breite und schmale Goldkreise.
Lt. alter Inv. Karte: gefertigt in der Porzellanmalerei von Stoll? [Roll]. Vorlage: Jeß Bundsen Tuschzeichnung (vor 1829). Um 1845.