Zum Hauptinhalt
Hinweis: Um die korrekte Darstellung der Seite zu erhalten, müssen Sie beim Drucken die Hintergrundgrafiken erlauben.
Zurück zur Übersicht

Reichtum und Sinnlichkeit. Allegorische Darstellung mit dem Schriftband: HET SYN STERCKE BEENEN DIE WEELDE KONNE DRAGE, o.J.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Gemälde
Datierung:
um 1620/30
Maße:
Gesamt: Höhe: 83 cm; Breite: 44 cm
Rahmenmaß: Höhe: 83,2 cm; Breite: 65 cm; Tiefe: 7 cm
Material:
Holz
Technik:
Öl
Bereitstellende Institution:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
Das Gemälde des Malers und Dichters Adriaen Pietersz van de Venne ist eine allegorische Darstellung von Luxus und Reichtum, die sich auf ein niederländisches Sprichwort bezieht: "Het syn stercke beenen die weelde konne drage" - Es sind starke Beine, die den Reichtum tragen können. Zu sehen ist ein kräftiger, durchaus kostbar gekleideter Mann, der auf seinen Schultern eine junge Frau trägt, die Geldmünzen ausstreut und den Inhalt eines Weinglases verschüttet. Auch sie ist kostbar, dabei aber sehr offenherzig gekleidet. Die Gegenstände auf dem Boden wie Ball und Tennisschläger oder die Maske zu Füßen des Mannes spielen auf Freizeitvergnügungen der gehobenen Schichten an.
Von dem Motiv gibt es bei van de Venne mehrere Varianten sowie ein Gegenstück mit dem Motto "'t Syn ellendige beenen die Armoe moete draegen" - Es sind schwache Beine, die Armut tragen müssen. Die Botschaft ist weniger sozialkritisch zu verstehen, als eine Kritik an einem verschwenderischen Leben, das sich Sinneslust, Trunk und Müßiggang hingibt und damit als nicht wohlgefällig angesehen wurde, besonders in reformierten (calvinistischen) Kreisen.
Adriaen Pietersz van de Venne wurde 1625 Mitglied der Malergilde in Den Haag und war 1638–1640 deren Dekan. Er arbeitete in Den Haag am Hof des Fürsten Maurits von Oranien und bei Friedrich Heinrich von Oranien. In der herzoglichen Gemäldesammlung von Schloss Gottorf befanden sich im 17. Jahrhunder fünf kleinformatige Gemälde mit Tieren, die ebenfalls Sprichwörter illustrieren.
Inventarnummer:
1995-149
Signatur(en):
signiert
Wo: unten links
Was: [Reste der Signatur]
Schlagworte:
symbolische Darstellungen, Allegorien, Embleme der Kunst
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:21:48Z

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf

Schlossinsel 1, 24837 Schleswig

Objekte der gleichen Person (1):

Ähnliches Material (5911):

Alle verbundenen Objekte anzeigen

Ähnliche Technik (1737):

Alle verbundenen Objekte anzeigen