Objektbezeichnung:
Gemälde
Datierung:
1919 - 1919
Maße:
H: 55,5 cm, B: 44,2 cm
Material:
Holz
Technik:
Malerei
Sachgruppe:
Bildwerke / Angewandte und Bildende Kunst
Europäische Stile und Perioden*
Person:
Bereitstellende Institution:
Stadtgalerie Kiel
Adolph Meyer (geb. 11.12.1894 in Kiel, gest. 19.8.1988 in Gauting bei München) gehört zu den Kieler Malern des Expressionismus, dessen Werke lange Zeit in Vergessenheit gerieten. Das Ölgemälde »Die Tänzerin« von 1919 bildete einen wichtigen Beitrag zur »Expressionistischen Arbeitsgemeinschaft Kiel«. Die während der Arbeit am Kieler Stadttheater aufkeimende Faszination für Ballett und Tanz wird hier als ein zentrales Thema in Meyers Werk aufgegriffen. Entstanden im Anschluss an einen sommerlichen Bootsausflug auf der Kieler Förde mit Gerhard Ausleger, Werner Lange und Otto Reigbert, stellt das Gemälde ein Paradebeispiel expressionistischer Antithetik dar.
Dem Betrachter offenbart sich ein bewegtes, von Wechselspielen gezeichnetes Szenario, in dessen Zentrum sich eine Tänzerin befindet. Beinahe schwebend, nimmt die nackte Frauengestalt die Komposition ein. Ihr Kopf ruht auf der Schulter, die Augen sind geschlossen. Die vollkommene Hingabe und Auflösung in Bewegung kennzeichnen das Werk. Hinter der raumeinnehmenden Figur der Tänzerin lässt sich schemenhaft der Kopf eines alten Mannes erkennen. Zusätzliche Figurine sind eine Taube, die sich aus einem Strudel farbiger Flächen erhebt, sowie ein Eselskopf, der sich am unteren rechten Bildrand befindet.
Bewegung und Dynamik stellen die kennzeichnenden Merkmale der Komposition dar. Geometrische Formen befinden sich in einem ständigen Wechselspiel mit Farbfeldern, welche sich überlagern und ineinander übergehen. Spiralen, Bögen, Scheiben bilden schwingende Farbflächen, die eine anhaltende Bewegung innerhalb des Geschehens erzeugen. Die Tänzerin scheint sich dabei in ihrer Bewegung im Raum zu verlieren, der nicht durch Perspektive aufgespannt wird, sondern allein mithilfe der Anordnung und Staffelung der Farbfelder Tiefe erhält. Die Farbigkeit der einzelnen Flächen erzeugt eine zusätzliche Spannung. Komplementärfarbenpaare wie Rot-Grün und Blau-Orange dominieren die Farbigkeit der Szenerie, wodurch eine zusätzliche Spannungskomponente entsteht. Die sich inmitten dieser räumlichen Umgebung befindliche Gestalt der Tänzerin wirkt mitunter ebenso unwirklich und fremd wie der sie umgebende Raum.
(Lisa Wetendorf)
Dem Betrachter offenbart sich ein bewegtes, von Wechselspielen gezeichnetes Szenario, in dessen Zentrum sich eine Tänzerin befindet. Beinahe schwebend, nimmt die nackte Frauengestalt die Komposition ein. Ihr Kopf ruht auf der Schulter, die Augen sind geschlossen. Die vollkommene Hingabe und Auflösung in Bewegung kennzeichnen das Werk. Hinter der raumeinnehmenden Figur der Tänzerin lässt sich schemenhaft der Kopf eines alten Mannes erkennen. Zusätzliche Figurine sind eine Taube, die sich aus einem Strudel farbiger Flächen erhebt, sowie ein Eselskopf, der sich am unteren rechten Bildrand befindet.
Bewegung und Dynamik stellen die kennzeichnenden Merkmale der Komposition dar. Geometrische Formen befinden sich in einem ständigen Wechselspiel mit Farbfeldern, welche sich überlagern und ineinander übergehen. Spiralen, Bögen, Scheiben bilden schwingende Farbflächen, die eine anhaltende Bewegung innerhalb des Geschehens erzeugen. Die Tänzerin scheint sich dabei in ihrer Bewegung im Raum zu verlieren, der nicht durch Perspektive aufgespannt wird, sondern allein mithilfe der Anordnung und Staffelung der Farbfelder Tiefe erhält. Die Farbigkeit der einzelnen Flächen erzeugt eine zusätzliche Spannung. Komplementärfarbenpaare wie Rot-Grün und Blau-Orange dominieren die Farbigkeit der Szenerie, wodurch eine zusätzliche Spannungskomponente entsteht. Die sich inmitten dieser räumlichen Umgebung befindliche Gestalt der Tänzerin wirkt mitunter ebenso unwirklich und fremd wie der sie umgebende Raum.
(Lisa Wetendorf)
Inventarnummer:
5896
Signatur(en):
signiert und datiert (u.l.: A.M. 19.)
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:53:41Z
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