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Kleid

Objektbezeichnung:Kleid
erweiterte Objektbezeichnung:Kostümkleid
Sachgruppe:Oberbekleidung (Frauenkleidung)
Datierung:Anfang 20. Jahrhundert
Maße:Gesamt (Oberteil ): Länge: 48 cm; Breite: 72 cm
Gesamt (Rock): Länge: 99 cm; Breite: 75 cm
Material:Baumwolle (Wollstoff)
Satin
Tüllspitze (Bobbinet)
Metall
Technik:gewebt (Oberstoff köperbindig)
gestickt (Kurbeltechnik (maschinell) und Handarbeit)
handgenäht (Ausbesserungen)
maschinell genäht
- zweiteiliges, blaues Damen-Kostümkleid
Oberteil:
- Blende an der Brustpartie und dem Kragen (Überwurfkragen) mit linearem Ornament bestickt und mit Stoffknopfleisten verziert
- Ausschnitt und Kragen aus besticktem Tülleinsatz, gestickte runde Blumenornamente um den Hals laufend, doppelte, gerüschte Spitze
- Stehkragen mit Kunststoffspangen verstärkt
- Ärmel weit bis zu den Ellbogen, verziert mit gesticktem linearen Ornament
- Vorärmel aus Tüllspitze, gesäumt mit Samtband
- verschließbar am Rücken mit Haken und Ösen sowie Druckknöpfen
Rock:
- Mittelteil unten bestickt mit linearem Ornament
- mit umlaufenden Blenden verziert
- Saum mit aufgeschnittener Stoffkante besetzt ("Besenborte")

Das Kostüm, die Jacke-Rock-Kombination, war eine modische Neuerung, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchzusetzen begann. Es lässt bereits den Einfluss der Herrenmode erkennen und zeigt, dass sich auch hier die Emanzipation der Frauen nicht aufhalten ließ. Gerade für die berufstätige Frau wurde die Angleichung der Kleidung an die des Mannes zur Notwendigkeit. Damit avancierte das Kostüm zum Straßenkleid.

Inventarnummer: 2008-25.1

Fotograf: Sönke Ehlert

Abbildungsrechte: Museum Langes Tannen